AM18 – Ascender

Der Ascender ist unser neuestes für die Wettbewerbsklasse F3K entworfenes Modell.
Ende 2017 begannen wir mit der Auslegung und Konstruktion und der Ascender ist auch im Jahr 2020 eines unserer aktivsten Projekte.


Einschub:
Der aktuelle Fortschritt wurde in den Modellbau-Foren RC-Network (Deutsch) und RC-groups (Englisch) permanent aktualisiert.
Unsere Beiträge in RC groups sind auf unserer englischsprachigen Seite zusammengefasst.

Die ganze Diskussion gibt es hier:
https://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?2979631-AkaModell-Munich-new-HLG-project-2017-2018

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/658162-AkaModell-M%C3%BCnchen-%E2%80%93-unser-neues-F3K-Projekt-2017-2018

In den zwei Jahren seit Beginn ist einiges passiert. Die Foren sind schon einige Seiten lang und wenig übersichtlich. Auch haben wir an der Bautechnik viel weiterentwickelt und manches Foto in den Foren ist mittlerweile veraltet. Deswegen fasst diese Seite das Ascender Projekt kompakt zusammen.


Nun zum Projekt:

F3K Projekte sind in der AkaModell München nichts neues, so gab es mit dem Genius, dem Climax und dem Bachelor schon etliche Modelle dieser Klasse. Durch die neuen Bautechniken und Materialien und leichteren Servos wurde die komplette Klasse F3K einer kleinen Revolution unterzogen und die bisherigen Modelle waren nicht mehr ansatzweise für den heutigen Wettbewerb zu gebrauchen. So war eine radikale Neuentwicklung ein großer Wunsch, der im Sommer 2017 am Gardasee langsam an Fahrt aufnahm.

Für eine Neuentwicklung einigten wir uns schließlich auf folgendes:

  • moderne Vollkern-Bauweise
  • eine zweiteilige Fläche
  • einfaches Rumpfboot und simple Rumpfgeometrie
  • alle Servos im Rumpf, Querruder-Anschluss mit Gabel-System (wie Vortex 3)
  • Seilanlenkung der Ruder

ein eher flottes Flugverhalten statt „Thermikschleichen“

Durch die gewonnene Erfahrung im Flugzeugentwurf durch die Air Cargo Challenge 2017 und eine Erweiterung der Toolchain wurden Flügelgeometrie und Profilstrak in einem gesamten Prozess entworfen und optimiert.

Dabei wurde der gesamten Flügellänge bei 70% Tiefe das Querruder angesetzt. So kann beeinflusst die Verwölbung des Flügels nicht die Auftriebsverteilung. Eine Kombination aus Zuspitzung, überelliptischer Flächentiefe und Verwindung sorgen für unkritische Abrisseigenchaften. Die Optimierung hat sehr dünne Profile von ungefähr 4,5% hervorgebracht. Der geringere Auftrieb der dünnen Profile verlangt eine höhere Fluggeschwindigkeit, was die Re-Zahlen erhöht und damit die Flugleistungen verbessert. Der geringe Nullwiderstand der Ascender Profile soll auch vor allem bei Hochstart und windigen Bedingungen für leichte Flieger Vorteile bringen: Aufballastieren wird nicht sofort notwendig und ein leichter Ascender mit 220g kann noch gut gegen Wind anfliegen.

Tatsächlich ist der Ascender sehr schnell unterwegs, was auch Gewöhnung des Piloten erfordert. Denn zu langsam geflogen reißt er zwar nicht giftig ab, verschlechtert allerdings seine Flugleistungen merklich. Der Einsatz von Verwölbung ist sehr direkt spürbar an der sich einstellenden Fluggeschwindigkeit. Besonders viel Spaß macht der Ascender auch beim Wurftraining, da er richtig schnell wird beim Anstechen und die Fahrt in Loopings, Rollen und andere Akrobatik umgesetzt werden kann. Auch am Haushang kann man mit dem Ascender viel Spaß haben! Typischerweise wiegen unsere Flieger zwischen 230 g und 250 g.

Wir sind uns recht sicher, dass der Ascender das F3K Modell mit dem dünnsten Flügel zur Zeit ist. Und damit relativ zum Gewicht auch sehr schnell fliegt. Vielleicht ist der Ascender damit auch nicht der beste Allrounder und im Wettbewerb eher nur für bestimmte Bedingungen geeignet. Wie gut der Ascender sich schlägt, wird sich noch zeigen.

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https://www.youtube.com/watch?v=BfKPaVpJLHk&feature=emb_logo

Für die Zweiteilung der Fläche haben wir ein ungewöhnliches Konzept gewählt: Eine schräge Wurzelrippe. So können die Flügel direkt mit der Flächenverschraubung gesichert werden. Die schräge Wurzel ist hervorragend baubar uns sehr stabil. Der Flächenverbinder wird separat gebaut und meim Bau direkt in die linke Flächenhälfte eingeklebt. So ist der Aufbau zwar tendenziell günstiger für rechtshändige Werfer, aber die Flächenbefestigung hält auch linkshändige Werfer aus.

Wettbewerbsteilnahmen

Nach einer langen Bauphase 2018 und 2019 wurden Ende 2019 etliche neue Ascender gebaut. Im Sommer 2019 hatten wir mit einigen der aller ersten Ascendern die Möglichkeit, bei einem offiziellen Wettbewerb teinzunehmen. 2020 haben wir mehr Flieger und mehr Piloten, so dass weitere Wettbewerbsteilnahmen sehr wahrscheinlich sind.

Hier einige Bilder von unseren Fliegern: